Wetter: Sonne und Kälte

Wetter: Sonne und Kälte

Das unbeeinflussbare Wetter

Einige Rosacea-Patienten, die äußere Einflüsse als Auslöser von Schüben haben, leiden bei Sonne, Wind, Kälte, Fön, feuchter Hitze oder auch Wetter-Umschwüngen unter vermehrten und auch plötzlichen Rötungen, so genannten Flushes. Dabei ist es nicht so, wie allgemein gesagt wird, dass kein Rosacea-Patient in die Sonne darf. Im Gegenteil, bei einigen wird die Haut in der Sonne besser, auch wenn der Hautarzt das nicht hören und nicht glauben will. Denjenigen Menschen, die die Sonne gut tut, die sehen erfahrungsgemäß bei Schnee und Kälte aus wie Rudolph, das Rentier mit der roten Nase oder wie das Mädchen von der Rotbäckchen-Saftflasche. Die Haut und insbesondere exponierte Stellen wie Wangen und Nase kann dann sogar von rot und dunkelrot zu lila-blau wechseln.

Hilfe bei Sonne:

  • Bei Sonnenempfindlichkeit hilft eine gute Sonnencreme mit hohem Lichtschutzfaktor und mechanischer Schutz wie Sonnenhüte und -schirme.
  • Wärme im Sommer: Wenn man bemerkt, dass die Haut durch das nächtliche Schwitzen morgens schlechter ist, kann man versuchen, das Kopfkissen mit Seidenbettbezügen zu überziehen und so häufig wie möglich die Bettwäsche zu wechseln.
  • Thermalsprays können bei zu heißem Wetter und Schwitzen Abkühlung bieten
  • Wer bei Sonne Flushes erleidet, muss man natürlich auch Solarien meiden!
  • reizende Inhaltsstoffe: Sonnencreme-Empfehlungen finden Sie unter den Empfehlungen für Sonnenschutz.

Hilfe bei Kälte:

  • Bei Kälte sollte man eine Schutzcreme wählen sowie einen weichen Schal um die empfindliche Mund- und Nasenpartie.
  • Vergessen Sie auf gar keinen Fall Ihre tägliche Creme, am besten haben Sie eine Ersatztube in der Tasche, um zwischendurch nachcremen zu können.
  • Häufigeres Eincremen mit Ihrer bevorzugten Tagespflege schützt die Haut vor Kälte
  • Vermeiden Sie die bei Kälte empfohlenen fetthaltigen Cremes, wenn Sie diese nicht vertragen – schon vorher bei „normalem“ Wetter ausprobieren! Pflege extra für kaltes Wetter finden Sie in unserem Artikel UV-Schutz und Kälte-Schutz

Genauso wie beim Wetter kommt es auch an Orten, an denen wir nicht den Elementen ausgesetzt sind, zu Temperatur-Schwankungen. Trockene Heizungsluft, Klimaanlagen…. Zuhause kann man für Raumbefeuchtung und verträgliche Einstellung der Heizung sorgen. Im Auto sollte man die Lüftung nicht direkt auf das Gesicht einstellen, ggf. Klimaanlagen nicht einschalten. Bei der Arbeit kann man um gute Einstellung der Klimaanlage bitten. Leider kann man sich diesen Orten selten entziehen sondern nur so gut wie möglich damit zurechtkommen.

Hilfe bei austrocknender Heizungsluft:

Nicht nur die Temperaturschwankungen im Winter von draußen nach drinnen und umgekehrt, sorgen für ständige Röte der Haut. Auch die trockene Heizungsluft kann zu Hitze-Flushs mit brennender Haut und Trockenheit der Haut führen. Auf jeden Fall muss man immer für gute Luftfeuchtigkeit sorgen und z.B. Schalen mit Wasser auf die Heizung stellen oder Vernebler benutzen. Früher waren diese Behälter, die zur Befeuchtung an den Heizungen hingen, normal. Heute sagt man, dass es eine Brutstätte für Bakterien ist und vermeidet diese Gefäße. Wenn es der Haut hilft, sollte man es trotzdem tun, regelmäßige Reinigung beugt Bakterien vor.

Weitere Maßnahmen gegen Erröten und spannende Haut bei trockener Heizungsluft:

  • Von der Heizung abgewendet sitzen, also z.B. auch nicht mit dem Gesicht zum Kamin oder Ofen gewendet. Die Strahlungswärme geht direkt in das Gesicht, erweitert die Blutgefäße und regt die Durchblutung an.
  • Die Haut immer ausreichend eincremen, damit sie mit Feuchtigkeit versorgt ist. Bei Empfindlichkeit gegen Kälte hilft eine Creme aus unserer Empfehlung, bei Reaktion auf Heizungsluft hilft eher eine Feuchtigkeitspflege ohne reizende Inhaltsstoffe. Man kann auch seine normale Tagespflege mehrmals am Tag benutzen.
  • Die Vorlauftemperatur der Heizung senken, wenn möglich (nur bei eigener Heizung und Zugang zu den Einstellungen). Heizungen fahren eine Vorlauftemperatur um 80 Grad bei Minusgraden draußen. Dadurch ergibt sich eine starke Temperaturdifferenz zwischen Raumluft und Heizkörper, die zu der starken Austrocknung der Luft führt. Eine Vorlauf-Temperatur um 60 Grad ist in der Regel auch ausreichend, die Heizkörper brauchen nur länger, bis sie den Raum aufgeheizt haben, man muss also früher die Heizungen einschalten. Als Nebeneffekt spart man Energie, da hohe Vorlauftemperaturen überproportional viel Energie verbrauchen.
  • Zu starke Temperaturunterschiede vermeiden, sowohl zwischen den Zimmern als auch nicht ständig Rein- und Rauslaufen, sofern möglich. Z.B. alle Räume gleich temperiert lassen und nicht extra den Müll rausbringen sondern bei anderer Gelegenheit mehrere Sachen draußen oder z.B.in kalten Kellerräumen auf einmal erledigen. Damit wird die Haut nur einmal den Temperaturreizen ausgesetzt und nicht ständig.
  • Vermeiden Sie das Heizen mit Heizlüftern oder Heizstrahlern. Auch Infrarotheizungen sind der Rosacea-Haut nicht zuträglich. Wenn es sich nicht vermeiden lässt, sorgen Sie für eine indirekte Heizung. Also lieber den Heizlüfter oder Heizstrahler auf die Wand richten. Bei Infrarotheizungen darauf achten, dass sie nicht auf das Gesicht gerichtet sind.
  • Auch Feuchtigkeit von innen hilft! Trinken Sie mindestens 3 Liter am Tag, damit Ihre Haut hydriert bleibt!